Aktuelles

Pic PommesWeltgesundheitsorganisation ratifiziert Plan gegen Fehlernährung

Am 18. September 2014 ratifizierte das europäische Regionalkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den „European Food and Nutrition Action Plan 2015-2020“. Damit reagiert die WHO auf die auch in Europa zunehmenden Probleme durch ernährungsbedingte Krankheiten.

In den vergangenen Jahrzehnten wird aus vielen Ländern Europas ein stetiger Anstieg von Übergewicht und Fettleibigkeit gemeldet. Die Statistik ist besorgniserregend: In 46 Mitgliedstaaten (87 Prozent der Gesamtzahl) sind mehr als 50 Prozent der Erwachsenen übergewichtig oder fettleibig und in mehreren Ländern erreicht der Anteil bald 70 Prozent. Übergewicht und Adipositas führen nach Schätzungen der WHO jährlich zu rund 320 000 Todesfällen unter Erwachsenen in 20 Ländern des Westens Europas.

Der WHO-Aktionsplan enthält verschiedene Maßnahmen, die eine gesunde Ernährung fördern sollen.Dazu gehören:

  •     Umfelder für gesundheitsförderliches Essen und Trinken schaffen.
  •     Einsatz für den Nutzen einer lebenslangen gesunden Ernährung, vor allem
        für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen.
  •     Ausbau der Gesundheitssysteme zur Förderung gesunder Ernährung.
  •     Unterstützung der epidemiologischen Überwachung, Beobachtung, Auswertung
        und Forschung.
  •     Stärkung von Führungsstrukturen, Bündnissen und Netzwerken und Sicherung
        eines Ansatzes der Gesundheit in allen Politikbereichen.

European Food and Nutrition Action Plan 2015-2020

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Trotz Warnungen: Politik ignoriert Adipositas-Epidemie

Stiefmütterliche Behandlung der Adipositas birgt Gefahren für das Gesundheitssystem

In Deutschland leiden immer mehr Menschen an Übergewicht und Adipositas. Das Gesundheitssystem wird jedes Jahr durch Kosten für die Behandlung der Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck und Herzkrankheiten mit zweistelligen Milliardenbeträgen belastet. Durch Präventionsmaßnahmen könnten diese Kosten deutlich reduziert werden. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass Deutschland in Sachen Prävention von Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes hinter der internationalen Entwicklung zurückliegt. Nicht zuletzt will die Bundesregierung nun auch noch die Finanzierung des Kompetenznetzes Adipositas einstellen. Wie wenig ernst die politischen Entscheidungsträger das Thema nehmen, zeigt eine aktuelle und vergleichende Erhebung der Europäischen Adipositas-Gesellschaft (EASO).
 
Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.
 
Hier kommen Sie zur Homepage des Kompetenznetzes Adipositas
 

 Primär-Primär-Prävention in der Zahnheilkunde

Wally Zimmermann,  Dentalhygienikerin , Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen SGD sowie angehende Dozentin der Praxishochschule Köln (Kooperationspartner des Berufsverbandes der Präventologen), machte bei einer Lehrveranstaltung auf das bisher wenig beachtete Phänomen der "Primär Primär Prävention" aufmerksam. Wally Zimmermann: "Im Mund des Neugeborenen findet sich keine Plaque. Sie wird von der Mutter bzw. der Bezugsperson übertragen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Kinder früher und heftiger an Karies erkranken, je höher plaquebelastet die Mundhöhle der Bezugspersonen ist."

Durch die Primär Primär Prävention der Mutter bzw. Bezugspersonen während der Schwangerschaft könne die Kolonisation der kindlichen Mundhöhle mit Streptokokken Mutans vermindert bzw. minimiert werden. Ziel sei die Aufklärung über zahngesundes Verhalten, effiziente Mundhygiene und Gebisssanierung zum Schutz der Schwangeren und des Kindes.

Zur Primär- Primär- Prävention in der Zahnheilkunde gehören die Bestimmung des Infektionsgrades der Schwangeren (Übertragungsrisiko), die Sanierung der Mundhöhle der werdenden Mutter und die Aufklärung der Mutter über Infektionswege Sauger, Löffel, Schnuller usw.). Ziele sind die präventive Betreuung der Mutter in der Schwangerschaft durch den Erhalt der bzw. Verbesserung der Mundgesundheit (trotz der schwangerschaftsbedingt erschwerten Voraussetzung) sowie die Schaffung bestmöglicher Voraussetzung für eine dauerhafte Mundgesundheit des Kindes.

Literatur zum Thema: EINWAG.J.,(2008)Prophylaxe. In:EINWAG.J.,PIEPER.K.,(Hrsg.):Kinderzahnheilkunde (3.Auflage) ,München: Band14,S.108-109

Wie gesund fühlen sich Jugendliche? - KiGGS-Studie mit ersten Ergebnissen

Den meisten Kindern und Jugendlichen in Deutschland geht es gut oder sehr gut – das ist eines der zentralen Ergebnisse der neuen Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS Wel­le 1. Demnach stufen 89 Prozent der 11- bis 17-Jährigen ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein; bei den unter 11-Jährigen sind es den befragten Eltern zufolge sogar 94 Prozent.

Die Studie bestätigt auf der anderen Seite aber auch, dass das Risiko für einen nur mittelmäßigen bis sehr schlechten allgemeinen Gesundheitszustand bei Jungen und Mädchen, die in Armut leben oder davon bedroht sind, im Vergleich zu Kindern mit hohem sozioökonomischen Status, allerdings  um ein Vielfaches erhöht ist

Die KiGGS-Studie erhebt repräsentative Daten zur Gesundheit von Heranwachsenden. Zur Folgebefragung „Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – 2013“ liegen nun die ersten Ergebnisse vor.

Zur KIGGS-Studie

Gesundheit heißt für sich und andere sorgen
Dr. Ellis Huber im Magzin "Gesundheitsvorsorge"

Gesundheitsvorsorge hat für uns alle Bedeutung. Sieist individuelle und soziale Ressource. Eine gesunde Volkswirtschaft braucht gesunde Menschen und eine innovative Gesundheitswirtschaft.

Der Vorsitzenden des Berufsverbandes der Präventologen, Dr. Ellis Huber, äußert sich zu diesem Thema im Magazin "Gesundheitsvorsorge".

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