Aktuelles

Klientenzentrierte Gesprächsführung - Weiterbildung für Berufserfahrene in Gesundheitsberufen

An der Universität Rostock wird zurzeit ein Weiterbildungsangebot "Gesundheitsförderung und Prävention" entwickelt, das sich an Berufserfahrene aus den Gesundheits- und Sportfachberufen richtet.

Im Rahmen der Entwicklung werden einzelne Module erprobt. Anfang Dezember 2016 startet die Erprobung des Moduls "Einführung in die klientenzentrierte Gesprächsführung", das insbesondere kommunikative Fähigkeiten in Einzel- und Gruppenberatungsgesprächen im Kontext gesundheitsfördernder Maßnahmen fokussiert.

Die Teilnahme am Modul ist kostenlos und bei Bestehen der Abschlussprüfung wird ein Zertifikat der Universität Rostock vergeben. Es handelt sich um ein Fernstudienangebot mit wenigen Präsenzzeiten in Rostock.

Weitere Informationen: www.kosmos.uni-rostock.de
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Ein Wangenabstrich genügt: Knochemnmarkspender werden

Alle 15 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Ob Kind oder Erwachsener – keiner ist vor dieser Krankheit sicher. Und jeder kann dazu beitragen, sie zu besiegen: Denn mit Hilfe einer Stammzellspende erhalten Blutkrebspatienten eine echte Heilungschance. Das Problem: Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die
Gewebemerkmale von Patient und Spender nahezu 100%ig übereinstimmen – genau das macht die Suche so schwierig, denn die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender zu finden, liegt bei 1 : 20.000 bis zu 1 : mehreren Millionen. Daher gilt: Je mehr mitmachen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein passender Spender gefunden wird.

Grundsätzlich kann sich jeder im Alter zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Stammzellspender registrieren. Wichtig ist nur, dass Sie in einer guten körperlichen
Verfassung sind und keine chronischen Erkrankungen haben. Über einen simplen Wangenabstrich oder über eine Blutuntersuchung werden Ihre Gewebemerkmale
bestimmt.

pdfInformationen zur Knochenmarkspende

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Soziale Aspekte der Medizin im Fokus /Sir Michael Marmot beim Deutschen Ärztetag 2016

Michael MarmotMichael Marmot, britischer Professor für Epidemiologie und Public Health am University College London, sprach beim Deutschen Ärztetag 2016 in Hamburg ein Grußwort.

Marmot ist unter anderem Vorsitzender der von der WHO 2005 eingerichteten Commission on Social Determinants of Health.

Zwei mal überzeugte Marmot bereits mit Beiträgen bei der Eröffnung des Kongresses "Armut und Gesundheit" in Berlin.

Im Fokus seiner jahrelangen Forschungsarbeit  steht die Kausalität zwischen sozialer Umwelt und Gesundheit. Er studierte biologische und psychosoziale Einflüsse auf insbesondere Herz-Kreislauferkrankungen.

pdf"Doctors for Health Equity" / Grußwort von Michael Marmot beim Deutschen Ärztetag 2016

Foto: NHS Confederation 2010 - Flickr: Sir Michael Marmot

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Gestresste Grundschüler

Konzentrationsschwäche, Verhaltensauffälligkeiten, Bewegungsdefizite – gesundheitliche Probleme bei Grundschülern haben in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Lehrerbefragung, die das Forsa-Institut für die DAK-Gesundheit durchgeführt hat. Auch viele Lehrer sind belastet und befürchten deshalb, bereits vor dem Pensionsalter aus dem Beruf ausscheiden zu müssen.

Als Konsequenz startet die DAK-Gesundheit gemeinsam mit der Cleven-Stiftung die neue Präventionsinitiative fit4future für gesunde Schulen. In den kommenden Jahren werden rund 600.000 Schüler an 2.000 Schulen daran teilnehmen. Schirmherr der Kampagne ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, nationaler Botschafter Ski-Star Felix Neureuther.

Den Gesundheitszustand der Grundschüler sowie ihrer Lehrer untersucht die Forsa-Analyse „Gesundheitsfalle Schule“, für die 500 Lehrkräfte im gesamten Bundesgebiet befragt wurden. Hauptergebnisse der DAK-Studie: Rund 70 Prozent der Lehrer stellten mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre einen Anstieg von Gesundheitsproblemen bei den Schülern fest. So leiden immer mehr Kinder an Konzentrationsproblemen – dieser Meinung sind mehr als 50 Prozent der Lehrkräfte. Außerdem beobachteten die Lehrer einen starken Anstieg von Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten (45 Prozent), motorischen Defiziten (36 Prozent) und psychosomatischen Beschwerden (27 Prozent).

weitere Informationen auf der Internetseite der DAK

zum Bericht der Ärztezeitung

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Prävention und Kommunalpolitik besser vernetzen

In einem Bericht der Ärzte Zeitung vom 21. März anlässlich des Gesundheitskongress des Westens in Köln äußerte sich Dr. Ellis Huber, Vorsitzender des Berufsverbandes der Präventologen, zu den Chancen des neuen Präventionsgesetzes. Er befürworte eine Verschränkung der Präventionsangebote mit Bereichen wie Stadtplanung und -entwicklung oder der Seniorenhilfe, sagte Huber. Sein Vorschlag: "Ein Teil der Präventionsmittel sollte in einen kommunalen Fonds fließen." Autorin ist Ilse Schlingensiepen.

Zum Bericht des Ärztemagazins

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