Aktuelles

Initiative für "Gesunde Mehrwertsteuer"

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Ein gestaffeltes System der Mehrwertsteuer für Lebensmittel kann die Zunahme der Fettleibigkeit in Deutschland stoppen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Hamburg im Auftrag mehrerer Gesundheitsorganisationen.

Berechnet wurden Ernährungsverhalten und Gewichtsentwicklung der Bevölkerung, wenn Obst und Gemüse gar nicht, ungesunde Lebensmittel aber höher als bisher besteuert werden. Das Ergebnis: Der Anteil stark übergewichtiger Menschen würde nicht weiter ansteigen, sondern sogar um zehn Prozent sinken.

Bisher gilt für die meisten Lebensmittel der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent, auch für ungesunde Produkte mit viel Fett und Zucker. Die Studie des Hamburger Ökonomen Dr. Tobias Effertz untersucht als Alternative Szenarien mit verschiedenen Staffelungen.

Am erfolgversprechendsten und politisch realistischsten erweist sich dabei das System „Ampel Plus“ mit folgenden Steuersätzen:

  • Grün 0 %: Obst und Gemüse
  • Gelb 7 %: Normale Lebensmittel wie Nudeln, Milch oder Fleisch
  • Rot 19 %: Produkte mit viel zugesetztem Zucker, Salz oder Fett wie Fertiggerichte, Chips oder Süßigkeiten

Die Studie wurde beauftragt und finanziert von:

Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG), Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Diabetes Stiftung (DDS), diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Gesundheitsstadt Berlin e.V., Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD), Universität Kiel.

pdfPressemitteilung zur Initiative

pdfStudie

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

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Allianz für Gesundheitskompetenz gegründet

Angestoßen durch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe verpflichten sich die Partner der „Allianz für Gesundheitskompetenz“ Mitte Juni mit einer gemeinsamen Erklärung, in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich Maßnahmen zur Verbesserung des Gesundheitswissens zu entwickeln und umzusetzen. Wichtigste Handlungsfelder sind die Verbesserung der Gesundheitsbildung, gute Gesundheitsinformationen und  mehr Verständlichkeit im Arzt-Gespräch.

Laut einer aktuellen Studie verfügen mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland (rund 54 Prozent) nur über eine „eingeschränkte Gesundheitskompetenz“. Das bedeutet, sie haben Schwierigkeiten, gesundheitsbezogene Informationen zu finden, sie zu bewerten und die richtigen Entscheidungen für eine gesunde Lebensweise oder zur Krankheitsbewältigung zu treffen. Dies betrifft insbesondere ältere Menschen, Menschen mit chronischer Erkrankung, Menschen mit geringem Bildungsstatus und Menschen mit Migrationshintergrund.

Eine bessere Gesundheitskompetenz zahlt sich für den Einzelnen, aber auch für das Gemeinwesen aus: Nach Schätzungen der WHO werden drei bis fünf Prozent der Gesundheitsausgaben durch eine unzureichende Gesundheitskompetenz verursacht. Allein für Deutschland bedeutet dies etwa 9 bis 15 Milliarden Euro. Das Bundesministerium für Gesundheit hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit damit beauftragt, bis 2018 ein Konzept für ein Nationales Gesundheitsportal zu erarbeiten.

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Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens

Anlässlich des Kongresses „"Gesund aufwachsen“" stellte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens vor. „Mit den "Berliner Thesen" sollen Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis aufgegeriffen und Hinweise darauf gegeben werden, wie die Praxis der Gesundheitsförderung verbessert werden kann. Sie spannen einen Bogen vom Stellenwert des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens der ersten 1000 Tage für die lebenslange Gewichtsentwicklung über die Verknüpfung von Verhaltens- und Verhältnisprävention in den Lebenswelten von Familien bis hin zur stärkeren Verankerung des Alltagsbewegung und von Maßnahmen gegen den Sitzenden Lebensstil in der Gesundheitsförderung. Darüber hinaus werden die Gemeinschaftsverpflegung und Ernährungsbildung sowie die Erreichbarkeit und Beteiligung von sozial Benachteiligten und der Wert von Projekten zur Entwicklung und Erprobung neuer Ansätze der Gesundheitsförderung berücksichtigt.

Die vollständigen Berliner Thesen sind unter www.pebonline.de zu finden.

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Arbeitsklima und psychische Gesundheit

Das wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) bestätigt den Zusammnehang von Arbeitsklima ud psychischer Gesundheit. Beschäftigte, die ihre Unternehmenskultur negativ erleben, leiden häufiger unter psychischen Beschwerden.

Auf Basis einer telefonischen Befragung von 2.007 Erwerbstätigen im Alter von 16 bis 65 Jahren hat die AOK im Fehlzeitenreport 2016 den Zusammenhang von Unternehmenskultur und Gesundheit untersucht. Unternehmenskultur wird in der Studie erfasst durch Entscheidungsprozesse und Führungsstil, Mitarbeiterorientierung, Entlohnungsgerechtigkeit, Problemlösungsverhalten im Unternehmen, Arbeitsklima, Wettbewerbs- und Kundenorientierung sowie Unternehmensumwelt.

Betriebliches Gesundheitsmanagement trägt danach dann zur psychischen Gesundheit der Beschäftigten bei, wenn eine mitarbeiterorientierte Arbeitsplatzkultur unterstützt wird. Entscheidend sei eine vertrauensbasierte und wertschätzende Zusammenarbeit, die sich in den Beziehungen der Arbeitnehmenden untereinander, zu den Führungskräften und zum Unternehmen selbst zeigt.  

Veröffentlicht in: bvpg.de

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BVPG-Mitgliederversammlung beschließt „Potenzial Gesundheit 2020“


BVPG-LogoDie Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung legt mit dem Strategiepapier „Potenzial Gesundheit 2020“ eine aktualisierte Empfehlungen für Gesundheitsförderung und Prävention in der 19. Legislaturperiode vor. Diese wurden von der BVPG-Mitgliederversammlung am 6. April 2017 beschlossen.

Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) als partei-, berufs- und wirtschaftspolitisch neutrale Organisation fühlt sich  dem Ziel verpflichtet, Gesundheitsförderung und Prävention in allen Handlungsbereichen der Gesellschaft fach- und bereichsübergreifend zu fördern, für den Erhalt und die Verbesserung entsprechend tragfähiger Strukturen einzutreten und über das bereits Bestehende hinaus für innovative Themen, Sichtweisen und Problemlösungen offen zu sein und aktiv zu werden.

pdfDownload: Potenzial 2020

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