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Jetzt Leben! Gesundheit ist ein Menschenrecht!

IV. Gemeinsamer Kongress des Berufsverbandes Deutscher Präventologen e.V.und der Arbeitsgemeinschaft der Vitalärzte und Gesundheitsberufe e.V.

Hannover: Große Redner, begeisternde Vorträge und ein nicht enden wollender Besucherandrang machten diesen Kongress zu einem einzigartigen Erlebnis und bestärkten die zahlreichen anwesenden Präventologen®, Studenten und Mitglieder des Verbandes in ihrer zukunftsweisenden Arbeit.Was verbindet Ärzte, Heilpraktiker, Apotheker, Krankenschwestern, Vitalärzte und Präventologen®? Sie kämpfen alle jeden neuen Tag aufs Neue für die Verwirklichung unseres Menschenrechts auf Gesundheit. Denn schon im Artikel 25 (UN-Menschenrechts-Charta von 1948) wird erklärt:"(1) Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.“Inzwischen ist Gesundheit für uns Normalität geworden – und während wir Menschenrechtsverletzungen in aller Welt beklagen, nehmen wir unser vielleicht wichtigstes Recht, das Recht auf Gesundheit, nicht mehr wahr. Völlig ohne Not verzichten wir freiwillig auf eine gesunde Ernährung, auf Bewegung, auf ein streß- und angstfreies Leben.

Die Pflicht zum gesunden Leben

„Wir haben nicht nur das Recht auf Gesundheit, wir haben auch die Pflicht zur Gesundheit,“ forderte folgerichtig der Vorstandsvorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Präventologen e.V. Prof. Dr. Heinz Häberle zur Eröffnung des Kongresses. Die gemeinschaftliche Aufgabe einer gesunden Gesellschaft benötigt das Engagement eines jeden Einzelnen – und das nicht nur für seine eigene Gesundheit, sondern auch für die der Familie, der Freunde und der Arbeitskollegen.

 

Eröffnung durch Prof. Dr. Heinz Häberle

(Film)Eröffnung durch Prof. Dr. Heinz Häberle

 

Das Dilemma der Krankenkassen

Dr. Herbert Rebscher, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Angestellten-Krankenkasse DAK, beschrieb das Dilemma, in dem die Krankenkassen stecken, wenn es um Gesundheitsvorsorge geht: „Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie sind – in Schulen, in Betrieben, in öffentlichen Institutionen.“ Doch genau das dürfen die Kassen nicht. Programme für Prävention müssen auf die einzelnen Beitragszahler einer Krankenkasse beschränkt bleiben, und das Seminarangebot wird immer wieder von den gleichen Menschen in Anspruch genommen: einer gebildeten Mittelschicht, die ohnehin schon etwas für ihre Gesundheit tut.

Der Fluch der Spezialisierung

Ein weiteres Problem ist die fehlende Vernetzung zwischen den verschiedenen Gesundheitsberufen oder zwischen Ärzten untereinander. Dr. Bodo Kuklinski beschrieb die dramatische Situation, daß eines der verbreitetsten Krankheitsbilder - die instabile Halswirbelsäule - bei den meisten Menschen überhaupt nicht diagnostiziert wird, da jeder Spezialist nur die Symptome, die in seinen Bereich fallen, erkennt und dementsprechend behandelt, ohne anhand der Gesamtsymptomatik die eigentliche Ursache festzustellen.

„Was müßte passieren, damit es mir besser geht?“

fragt die Psychologin Hanne Seemann nicht etwa ihren Arzt oder Apotheker, sondern vielmehr ihren eigenen Körper und betrachtet ihn als „Kompaß auf einem individuellen Weg des Gutgehens“. Unsere Vorstellung, daß wir unseren Körper beherrschen können, führt häufigt dazu, daß er uns seine Dienste verweigert. "Das wichtigste in der Prävention ist es, den Kontrollzwang über den eigenen Körper abzubauen und uns wieder beizubringen, auf ihn zu hören und ihn in Ruhe zu lassen." forderte Hanne Seemann und schlug einen "Hängematten-Tag" vor, an dem wir einfach mal zu Hause bleiben und ausspannen, wenn unser Körper nicht mehr will.

Gesundheit ist immer eine Frage des Lebensstils

Welches Gesundheitskonzept paßt zu welchem Menschen? Prof. Dr. Michael Hamm, Ernährungswissenschaftler an der Fachhochschule Hamburg, zeigte, wieviel völlig gegensätzliche Diättrends in den letzten Jahren entwickelt wurden, ohne daß man ein Pauschalurteil fällen könnte, welche dieser Diäten die einzig richtige sei. Doch eines machte Prof. Dr. Michael Hamm deutlich: Diäten sind eine Frage des gesamten Lebensstils, und Bewegung und Denken gehören ebenso zu einer erfolgreichen Diät wie die Ernährung selbst.

Die große Chance

All diese Problempunkte zeigen, wie sehr der Beruf des Präventologen® den Bedürfnissen der Zeit folge leistet. Der Präventologe® ist überall präsent, ob in Schulen, Betrieben oder eigenen Praxen, er versteht sich als Administrator eines effektiven Gesundheitsnetzwerks und er legt großen Wert auf die individuelle Beratung seiner Klienten. Der bekannte Publizist und Unternehmensberater Rudolf L. Schreiber bezeichnet Präventologie als „die Lehre vom neuen Denken“ und lobt die Bewegung der Prävention mit ihrer Menschlichkeit und ihrem Verantwortungsbewußtsein als zukunftsweisende Alternative zu einer Welt, die auf Ausbeutung, Umweltzerstörung und Krieg gründet. Er fordert alle Präventologen® auf, einen Zeitsprung zu wagen und die Gesellschaft mit einem großen Schritt positiv zu verändern.

In dieser neuen Gesellschaft wird das „Menschenrecht Gesundheit“ keine „Menschenpflicht“, sondern eine „Menschenfreude“ sein. 

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